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Mit Rücksicht auf seinen grösseren Umfang erschien es angemessen, den zweiten Band dieses Werkes in zwei Abtheilungen herauszugeben. Die noch ausstehende zweite Hälfte wird zunächst die Lehre von der nominalen und pronominalen Stammbildung und Flexion zu Ende führen (das der Geschichte der Casusendungen zu widmende Capitel wird nur geringen Umfang haben, da der innerhalb der stammhaften Wortsilben erscheinende Ablaut der Hauptsache nach bereits in der Lehre von den stammbildenden Suffixen behandelt ist), und darauf die verbale Stammbildung und Flexion darstellen. Am Schlusse folgt eine Reihe von Nachträgen und Berichtigungen zum ersten Bande. Ich hoffe diese zweite Hälfte des zweiten Bandes in Jahresfrist in den Druck geben zu können.
Ein dritter und letzter, minder umfänglicher Band soll die Syntax sowie ein Wortregister zu allen drei Bänden bringen. Ich gestehe gerne, dass mir lange der Mut fehlte, die Syntax, dieses in vielen Theilen noch so wenig oder in einer wissenschaftlich ungenügenden Weise bearbeitete und bis jetzt noch von Niemandem zusammenfassend dargestellte Capitel der allgemeinindogermanischen Grammatik, in diesen Grundriss aufzunehmen. Den Wurf nun doch zu thun, dazu bin ich nicht am Wenigsten durch B. Delbrück's in diesem Sommer erschienene ‘Altindische Syntax’ (Syntaktische Forschungen, 5. Bd.) bestimmt worden, eine Arbeit, die, wenn sie auch nicht sprachvergleichend gehalten ist, doch jetzt die Darstellung der Gesammtgeschichte der indogermanischen Syntax in mehreren Beziehungen nicht wenig erleichtert. Hoffentlich kann ich bei der Ausarbeitung des dritten Bandes auch schon O. Behaghel's seit längerer Zeit angekündigte ‘Grundzüge der germanischen Syntax’ zu Rate ziehen.
Wer mit unbefangenem Blick den Entwicklungsgang verfolgt hat, den die indogermanische Sprachforschung in den letzten zwanzig Jahren nahm, weiss, wie grosse Fortschritte in dieser Zeit diese trotz ihrer siebenzig Jahre immer noch als jung zu bezeichnende Wissenschaft in jugendlicher Spannkraft und Schöpferlust nach Umfang wie nach Inhalt gemacht hat. Dass die ganze vielgliedrige und weitMn sich zerstreuende Forschung wieder einmal, wenn auch nur in den Hauptzügen, zusammengefasst und zu einem einheitlichen Gesammtbild verarbeitet werden müsse, darüber ist wol kein Sachverständiger im Zweifel. Wurde doch das vortreffliche Schleicher'sche Compendium, dessen erste Auflage ini J. 1861 erschien und das der Verfasser dann noch zweimal, zuletzt kurz vor seinem Tode, in neuer Bearbeitung herausgab, bereits im J. 1876, als es zum letzten Male, nur ganz unbedeutend verändert, ediert wurde, von den beiden Herausgebern einer völligen Urnarbeitung bedürftig eraohtet (s. die Vorrede p. IX). So bin ich denn dessen sicher, dass der ‘ Grundriss ’, dessen erster Band dem Leser vorliegt, einem wirkliehen Bedürfnisse entgegenkomme.
Ob derselbe seine Aufgabe auch einigermassen befriedigend löse, und ob er geeignet sei, unserer Wissenschaft und ihren Jöngern in ähnlioher Weise zu nützen, wie dieselben seiner Zeit durch Schleicher's Buch gefördert worden sind, darüber werden sachkundige Kritik und Erfahrung entscheiden. Ich selbst bin mir zwar wol bewusst, dass ich der von Schwierigkeiten aller Art umgebenen Aufgabe nicht in jeder Beziehung gerecht geworden bin, hoife indessen auch so etwas Brauchbares, wenigstens vorlaufig Brauchbares geliefert zu haben.
Wesen der Betonung und die Betonung der idg. Sprachen im Allgemeinen.
667. 1. Silben-, Wort- und Satzbetonung.
Unter Betonung im weitesten Sinne versteht man die Abstufung eines Satzes nach Intensität und Tonhöhe seiner Glieder.
Innerhalb jeder einzelnen Silbe, d. h. der mit einem selbständigen einheitlichen Exspirationsstoss hervorgebrachten Lautmasse, ist immer ein Element, das in Bezug auf Betonung die andern übenagt, z. B. a in nhd. wald; man nennt dieses Element den Sonanten der Silbe. Dabei kann die Art der Tonbewegung im Ganzen der Silbe, das Verhältnis, in dem die nicht-sonantischen Glieder der Silbe in Bezug auf die Betonung zu einander und zu dem Sonanten stehen, verschieden sein, vgl. z. B. lit. vìr-siu ʿich werde kochenʾ und -sin ʿich werde fallenʾ, gr. οἴ-κοι loc. sg. und οἶ-κοι nom. pl.
Innerhalb des mehrsilbigen Wortes ist immer eine Silbe, die vor den andern durch ihre Betonung hervorragt. Sie heisst gewöhnlich schlechthin die Tonsilbe, die accentuierte Silbe. Die nicht hoch- oder haupttonigen Silben können ihrerseits verschiedene Grade der Betonung haben, die für das Wort charakteristisch sind. Z. B. ist in nhd. gégentheil verwilderung die letzte Silbe stärker betont als die vorletzte, in ábenddümmerung die drittletzte stärker als die andern nichthaupttonigen Silben und diese letzteren zeigen unter sich wieder Abstufungen.
Begriff der indogermanischen Sprachwissenschaft und Verzweigung des indogermanischen Sprachstammes.
1. Die idg. Sprachwissenschaft bildet, gleichwie die idg. Mythologie, einen Ausschnitt aus dei idg. Philologie, d. h. aus derjenigen Wissenschaft, welehe die Culturentwicklung (geschichtliche Bethätigung des Geistes) der idg. Völker von der Zeit ihrer Urgemeinsehaft bis auf unsere Zeit herab zu erforschen hat. Sie ist sonach eine historische Disciplin und hat die Aufgabe, die gesammte Entwicklung der idg. Sprachen von dem zu erschliessenden gemeinsamen Ausgangspunkte, der Zeit der idg. Urgemeinsehaft, bis heute zu erforschen. Ihre Einheit wird durch das, was die besondere Aufgabe des Sanskritisten, des Paläogräcisten und Neogräcisten, des Latinisten und Romanisten, des Keltisten u. s. w. ausmacht, nirgends und auf keine Weise durchbrochen, vielmehr gehen die indische Sprachwissenschaft, die altgriechische und neugriechische u. s. w. ohne Rest in der indogermanischen auf.
Wenn sich die sogen. ‘vergleichende Sprachforschung’ bis heute fast ausschliesslich mit den älteren Perioden der idg. Sprachen beschäftigt hat, so beruht dies auf einer aus dem Entwicklungsgange, den die Forschung nahm und nehmen musste, leicht zu erklärenden und durch das Mass menschlicher Einzelkraft gebotenen Arbeitstheilung. Diese wird voraussichtlich auch in Zukunft bestehen bleiben, aber sie bedingt keinen Gegensatz innerhalb der Wissenschaft selbst.
599. Im ersten Abschnitt (§ 28–598) betrachteten wir die Geschichte der Laute in der Weise, dass wir jeden uridg. Laut, so weit als möglich, isoliert nahmen und durch die einzelnen Sprachen hindurch seine Entwicklung verfolgten. Dabei konnte eine Anzahl von Veranderungsprocessen nicht wol zu vollständiger und hinreichend übersichtlicher Darstellung kommen, weil von denselben entweder eine grössere Zahl verschiedenartiger Laute ganz in derselben Weise betroffen wurde, oder weil es compliciertere Änderungen sind, die eine grössere Reihe von Elementen innerhalb einer phonetischen Einheit (Worteinheit oder Satzeinheit) zugleich erlitt.
Wir lassen diese Processe hier folgen.
Contraction (Hiatus, Elision).
600. Unter Contraction verstehen wir die Vereinigung zweier einander unmittelbar berührender, mit gesondertem Exspirationshub gesprochener Vocale oder überhaupt Sonanten unter einem Silbenaccent. Dabei entstehen entweder einfache lange Vocale (gr. ἆθλον aus ἄεθλον) oder Diphthonge (gr. παῖς aus πάις).
In § 111–116 sahen wir, dass Contractionen sich schon in dei Zeit der idg. Urgemeinschaft ereignet hatten.
Man hat genügenden Grund anzunehmen, dass alle durch den Antritt stammbildender oder flexivischer Elemente an die sog. Wurzeln veranlassten Hiate bereits in der uridg. Zeit beseitigt wurden, so dass jede in historischer Zeit entgegentretende, nur eine Wurzel enthaltende Wortform, die Hiatus im Inneren aufweist, zu diesem erst in der Zeit der einzelspiachlichen Weiterentwicklung kam. Vgl. § 111 Anm.
Etudier les formes multiples sous lesquelles se manifeste ce qu'on appelle l'a indo-européen, tel est l'objet immédiat de cet opuscule: le reste des voyelles ne sera pris en considération qu'autant que les phénomènes relatifs à l'a en fourniront l'occasion. Mais si, arrivés au bout du champ ainsi circonscrit, le tableau du vocalisme indo-européen s'est modifié peu à peu sous nos yeux et que nous le voyions se grouper tout entier autour de l'a, prendre vis-à-vis de lui une attitude nouvelle, il est clair qu'en fait c'est le système des voyelles dans son ensemble qui sera entré dans le rayon de notre observation et dont le nom doit être inscrit à la première page.
Aucune matière n'est plus controversée; les opinions sont divisées presque à l'infini, et les différents auteurs ont rarement fait une application parfaitement rigoureuse de leurs idées. A cela s'ajoute que la question de l'a est en connexion avec une série de problèmes de phonétique et de morphologie dont les uns attendent encore leur solution, dont plusieurs n'ont même pas été posés. Aussi aurons-nous souvent, dans le cours de notre pérégrination, à traverser les régions les plus incultes de la linguistique indo-européenne. Si néanmoins nous nous y aventurons, bien convaincu d'avance que notre inexpérience s'égarera mainte fois dans le dédale, c'est que pour quiconque s'occupe de ces études, s'attaquer à de telles questions n'est pas une témérité, comme on le dit souvent: c'est une nécessité, c'est la première école où il faut passer; car il s'agit ici, non de spéculations d'un ordre transcendant, mais de la recherche de données élémentaires, sans lesquelles tout flotte, tout est arbitraire et incertitude.
Dans le 21e volume du Journal de Kuhn, pour la première fois peut-être depuis la fondation de la grammaire comparée, une voix autorisée a plaidé la primordialité des présents sanskrits de la 7e formation. Tout a été imaginé, on le sait, sous l'empire de l'idée théorique que l'indo-européen a horreur de l'infixe, pour expliquer comment ce groupe de présents avait pu sortir de la 5e et de la 9e classe. M. Windisch déclare qu'aucune hypothèse ne le satisfait, constate qu'aucune ne rend véritablement compte de l'organisme délicat des formes alternantes yunag- yung-, et trouve que ces présents offrent au contraire tous les caractères d'une formation primitive. La 9e classe dont personne ne met en doute l'origine proethnique a péri dans toutes les langues européennes, hors le grec. Quoi d'étonnant si la septième, flexion bizarre et insolite, ne s'est conservée qu'en sanskrit et en zend?
Le spectre de l'infixe se trouve d'ailleurs conjuré, si l'on admet avec le même savant que la 7e classe soit une manifestation du travail d'élargissement des racines: dans yunag- par exemple, la racine serait proprement yu (yau) et g ne représenterait que le déterminatif. Pour peu cependant qu'on repousse cette théorie, qui n'a pas pour elle d'argument vraiment décisif, nous nous déclarons prêt à admettre l'infixe.